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#7 – Newcastle

Es ist schon ein wenig komisch wenn man plötzlich nicht mehr all die Leute um sich herum hat, mit denen man sich so gut verstanden hat. Aber Hans uns Vincent sehen wir ja vielleicht in Neuseeland wieder.

Silas und Ich sind jetzt nicht mehr alleine unterwegs, zumindest bis zum 1 November. Jana, eine Freundin aus der Schule hat sich uns angeschlossen und jetzt machen wir zu dritt die Straßen unsicher.

Am Montag sind wir also in Newcastle angekommen. Ein kleines süßes Städtchen im Vergleich zu Sydney. Da wir am Montag spät ankamen, konnten wir nicht mehr viel machen und mussten hungern, weil alle Läden schon geschlossen hatten. Ein bisschen ungeplant war das im Nachhinein dann schon. Somit bin ich alleine mit Jana zum McDonalds geschlendert, während Silas im Hostel seine leckeren Belvita Kekse verschlämmte.

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Am Dienstag ging dann das Erkunden der Stadt los. Wir haben uns bei sonnigem Wetter auf in Richtung Strand gemacht und hatten einiges zu sehen. So richtig beschreiben kann man das eigentlich nicht, es hat mich nur sehr an die Nordsee erinnert. Ein kleiner Leuchtturm, ein sehr langer Steeg und sehr sehr viel Strand sowie auch natürlich eine Menge Wasser.

Einer von vielen Stränden Newcastles

Einer von vielen Stränden Newcastles

Auf der Erhöhung im Hintergrund kann man den Leuchtturm erkennen

Auf der Erhöhung im Hintergrund kann man den Leuchtturm erkennen

Der lange Steeg

Der lange Steeg

Im Hintergund befindet sich ein kleiner Teil von Newcastle

Im Hintergund befindet sich ein kleiner Teil von Newcastle sowie der Leuchtturm

Toll zu sehen mit was für einer Wucht die riesigen Wellen gegen die Steine prallten

Toll zu sehen mit was für einer Wucht die riesigen Wellen gegen die Steine prallten

Ich links, SIlas rechts wie unschwer zu erkennen ist

Ich links, Silas rechts wie unschwer zu erkennen ist

Außerdem sind wir an diesem Tag auch noch in das Blackbutt Reserve gefahren, welches sehr zentral in der Stadt liegt. Dort sollte ein ganz toller Wildtierpark sein. Pustekuchen. – Eigentlich war es nichts anderes als ein kleiner Zoo mit ein paar Gegehen im Wald. Schon ganz schön aber wir haben uns eigentlich auf mehr gefreut. Nichts desto trotz habe ich meinen ersten Koalabären gesehen. Zwei von ihnen konnten wir beim Eukalyptus mampfen beobachten. Der andere lag einfach regungslos auf seinem Ast und hat gepennt. Das machen diese kleinen Bären ja auch fast den ganzen Tag.

Die mampfenden Koalabären

Die mampfenden Koalabären

Mittwochs sind wir dann mit dem Bus ein bisschen weiter aus der Stadt rausgefahren. Im Norden liegt ein kleines Städtchen mit vielen Stränden und einem angeblichen tollen Lookout. „Nelson Bay“. 2 Stunden hat das ganze gedauert und dann waren wir auch schon da. Wir sind an einem ewig langen Strand mit glasklarem Wasser entlang gelaufen. Da denkt man schon mal eher dran das man sich in Australien „am Arsch der Welt“ befindet wenn man so etwas sieht. In Sydney kam man sich die ganze Zeit gar nicht so weit weg von zuhause vor.

Ich, auf dem Weg zum Mount Tomaree

Ich, auf dem Weg zum Mount Tomaree

Der Lookout hat sich extrem gelohnt. Dieser befindet sich auf dem Mount Tomaree von welchem man einen atemberaubenden Blick über all die Strände und die Landschaft hat. Nachdem wir den Berg wieder abgestiegen sind, haben wir uns ein wenig erschöpft am „Zenith Beach“ ausgeruht. Es ist einfach unglaublich so einen Strand fast ganz alleine für sich zu haben. Kein Vergleich zu den überfüllten Touristenstränden.

Der Ausblick vom Lookout hat sich wie ich denke deutlich gelohnt

Der Ausblick vom Lookout hat sich wie ich denke deutlich gelohnt

Die Sicht in die andere Richtung vom Lookout

Die Sicht in die andere Richtung vom Lookout

Nochmals ein Ausblick in Richtung Ozean

Nochmals ein Ausblick in Richtung Ozean

Ausruhen am Zenith Beach

Ausruhen am Zenith Beach

Donnerstags haben wir eigentlich so gut wie gar nichts gemacht außer die Kirche in der Stadt besichtigt.

Heute mussten wir um 10 Uhr morgens auschecken und bis 10 Uhr abends auf den Bus warten. Da wir eigentlich so gut wie alles in der Stadt gesehen haben was es zu sehen gab, verbrachten wir den heutigen Freitag somit nur im Hostel und haben gegessen, Tischtennis gespielt und geschlafen. Tut auch mal ganz gut.

Heute Abend geht es weiter die Ostküste hoch. „Port Macquarie“ heißt unser nächster Stopp. Leider soll das Wetter dort überhaupt nicht gut sein. Da man dem Wetter hier bisher nicht wirklich vertrauen kann, bin ich dennoch ganz optimistisch.

Bis dann!

"Jerusalem-Bay", genau da drin war ich schwimmen

#6 – Sydney Part 5 / Chillen und Krankenhaus

Hallo Zusammen.

Dies ist wohl der letzte Beitrag aus Sydney. Heute geht die Reise für mich und Silas weiter. Wir fahren mit dem Bus in Richtung Norden nach Newcastle. Wir werden ab jetzt die Ostküste hochreisen. Natürlich versuchen wir die schönsten Orte der Ostküste abzuklappern und nichts auszulassen. Unser „HopOn HopOff Ticket“ ermöglicht es uns so oft wir wollen ein und auszusteigen, jedoch nur in Richtung Cairns. Dies wird wohl auch unsere Endstation sein was die Ostküste angeht. Wann wir diese erreichen werden steht allerdings in den Sternen. Mal sehen.

In der letzten Woche ist einiges passiert. Vorletzten Sonntag war ich mit Silas und Hans erneut im Ku Ring Gai Chase Nationalpark. Diesmal allerdings richtig. Wir sind zu einer Bucht gewandert, auch „Jerusalem Bay“ genannt. Dabei handelt es sich um eine Bucht wie sie im Buche steht. Es war wie im Paradies. Das wird wohl der schönste Ort sein an dem ich jemals geschwommen bin.

"Jerusalem-Bay", genau da drin war ich schwimmen

„Jerusalem-Bay“, genau da drin war ich schwimmen

Dienstags bin ich mit Vincent, Silas und Falk in einen Club um die Ecke feiern gegangen. Das Hostel bekommt immer Eintrittskarten mit Freigetränken. Somit mussten wir überhaupt nichts bezahlen an dem Abend, wirklich cool. Genau an diesem Abend war in dem Club „Silent Disco“. Ich hatte keine Ahnung was das ist bis ich dann drin war. Am Eingang wurden uns Kopfhörer in die Hand gedrückt. Dann habe ich das ganze verstanden. Anfangs dachte ich mir nur was ist das denn für ein Scheiß aber nach einer gewissen Zeit und einem gewissen Pegel hat das ganze sehr viel Spaß gemacht. Vorallem weil man zwischen 3 Musikgenres umschalten konnte. Das heißt wenn alle im Club plötzlich Rot leuchtende Kopfhörer hatten, haben alle zum roten Channel umgeschaltet. Hat man die Kopfhörer mal abgezogen, hat man nur laut mitsingende Menschen gehört, allerdings ohne die dazugehörige Musik. Witzige Erfahrung.

Am Donnerstag habe ich auch eine ganz neue, dennoch unschöne Erfahrung gemacht. Ich war im Krankenhaus.

Eigentlich wollten wir am Donnerstag wieder feiern gehen, doch für mich blieb es nur beim Vorglühen. Meine Freunde warteten unten auf mich während ich mir im Zimmer noch etwas anderes anziehen wollte. Plötzlich verspürte ich ein starkes ziehen in der unteren Brustregion. Sodbrennen hatte ich schon öfter, deshalb habe ich auch ein paar Mittel dagegen dabei. Doch diese wirkten nicht und es verschlimmerte sich so sehr, sodass ich mich alleine vor Schmerzen im Hostelzimmer hin und herwarf. Meine Freunde waren leider schon weg. Ich bekam Schweißausbrüche und musste mich fast übergeben. Selbst auf den widerlichen Toiletten im Hostel habe ich mich vor Schmerzen auf dem Boden zusammengekauert. Irgendwann wussste ich, es geht nicht anders. Solche Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben. Ich muss den Krankenwagen rufen. Zum Glück war ich dazu noch im Stande und er kam auch sehr schnell. Mit angetrunkenem Englisch versuchte ich der Dame im Krankenwagen also zu erklären was für ein Problem ich habe. Dies ging dann doch erstaunlich gut und sie wusste was zu tun ist.

Im Sydney Hospital wurde ich dann aufgenommen und ein Arzt hat mich betreut. Mir wurden Schmerzmittel verabreicht und dann ging es mir nach 1-2 Stunden schon viel besser. Am nächsten Tag hat sich meine Speiseröhre wirklich so angefühlt als wäre sie am unteren Teil ein wenig verätz. Wirklich nicht sehr angenehm. In Deutschland war ich noch nie in meinem Leben in einem Krankenhaus, geschweigedenn in einem Krankenwagen. Was man nicht alles in Sydney erlebt… Jetzt kann ich wenigstens sagen, dass ich schon im ältesten Krankenhaus Australiens war.

Freitags ist dann noch ein Freund aus Heppenheim hier angekommen. Jan. Mit ihm und den anderen habe ich dann eigentlich das ganze Wochenende meine Zeit verbracht.

Gestern war ich mit Silas, Jan und Hans in dem wohl schönsten Fitness-Studio in dem ich jemals war. Ich war zwar noch nicht in vielen aber es ist ganz sicher das mit der schönsten Aussicht. Sport machen und dabei auf die HarbourBridge und das OperaHouse blicken zu können, das hatte schon was.

Der Blick aus dem Fitnes-Studio

Der Blick aus dem Fitnes-Studio

Das wars dann auch wieder. Das nächste mal werdet ihr wohl aus Newcastle von mir hören. Oder dem nächsten Ort, kommt ganz auf das Internet an.

Bis dann!

Das unten rechts bin ich

#5 – Sydney Part 4 / Arbeit und Natur

In der letzten Woche oder mittlerweile schon in den letzten zwei Wochen ist gar nicht so viel passiert. Bei der Arbeit musste ich so gut wie jeden Tag morgens um viertel vor 5 aufstehen, da der Arbeitsplatz 2 Stunden entfernt war. Ja, Sydney ist verdammt groß. Ich und meine Kollegen mussten mehrere Zelte auf einem Parkplatz in den Motorsportparks Sydney aufbauen. Bei 30 Grad praller Hitze ist das doch relativ anstrengend und man ist umso mehr kaputt wenn man morgens so früh raus muss. Hinzugekommen ist übrigens ein schnarchender irischer Zimmerkollege. Dieser erschwert einem das Schlafen trotz Oropacks dann doch ganz schön. Manchmal hilft da nur ein lautes Fluchen und rütteln am Bett. Doch da muss ich und er dann wohl oder übel durch. Schlaf brauch man einfach.

Am Wochenende war ich mit Silas, Hans und Falk in den Royal National Parks Sydney. Ein kleinerer Nationalpark im Süden Sydneys. Wir alle hatten einfach mal die Schnauze voll von der Großstadt. Es hat sich jedenfalls gelohnt. Mir persönlich hat der Park besser gefallen als die Blue Mountains. Man hat zwar nicht so einen tollen weiten Ausblick aber dafür viel coolere Walks. Und zwar sozusagen direkt durch den Busch.

Royal National Park. So sind wir durch den Park gelaufen, fast schon ein bisschen Jungle

Royal National Park. So sind wir durch den Park gelaufen, fast schon ein bisschen Jungle

Royal Nationalpark, der See an dem wir länger verweilt haben

Royal Nationalpark, der See an dem wir länger verweilt haben

Wir sahen einen kleinen See mitten im Wald, abseits vom Weg. Ein bisschen lebensmüde und mit offenen Augen sind wir durch den Busch gelaufen und sind gekonnt über Steine gehüpft, damit wir zu diesem See mit kleinem Strand gelangen konnten. Dort verweilten wir ein bisschen länger. Dann ging es irgendwann weiter, doch das schreibe ich hier nicht, da es Hans in seinem Blog perfekt beschrieben hat. Stichwort Google Maps. —> www.ayearabroad.net

Die Woche drauf musste ich nicht so viel arbeiten, doch dafür nutzte ich die Zeit um mit Silas, Hans und Falk in den Ku Ring Gai Chase Nationalpark, nördlich von Sydney zu fahren. Verwirrterweise sind wir zu einer Landzunge gefahren, doch die Spitze dieser Landzunge gehört auch zum oben genannten Nationalpark.  Es handelte sich um Palm Beach. Der dritte Park war somit der schönste für mich. Es hat sich bisher immer gesteigert, das kann gerne so weiter gehen.

Das unten rechts bin ich

Das unten rechts bin ich

Auf dem Weg nach oben, Richtung Ausblick auf Palm Beach

Auf dem Weg nach oben, Richtung Ausblick auf Palm Beach

Der lange Strand links ist Palm Beach, hier kann man gut erkennen das es sich um eine Landzunge handelt

Der lange Strand links ist Palm Beach, hier kann man gut erkennen das es sich um eine Landzunge handelt

Das war die Spitze der Landzunge und somit eine kleine Aussichtsplatfrom

Das war die Spitze der Landzunge und somit eine kleine Aussichtsplattform

Ausblick der Landzunge richtung Norden auf den eigentlichen Nationalpark

Ausblick der Landzunge richtung Norden auf den eigentlichen Nationalpark

Ich, am klettern auf den Felsen auf der nördlichen Seite von Palm Beach

Ich, am klettern auf den Felsen auf der nördlichen Seite von Palm Beach

Da sich Hans eine Drohne gekauft hat, konnte ich sogar davon profitieren. Er hat ein Video zusammengeschnitten, welches unsere Eindrücke aus einer ganz anderen Perspektive zeigt. Schauts euch unbedingt an!
Link dazu: http://youtu.be/UfsNv1jawfU

Kakadus, mal nicht eingesperrt im Zoo

Kakadus, mal nicht im Zoo eingesperrt

Dieses Wochenende gehen wir voraussichtlich erneut in den Nationalpark. Diesmal aber richtig, da wir ja vorher nur auf der Landzunge gelandet sind. Ich bin gespannt.

Noch 8 Tage Sydney, dann geht die Reise endlich weiter. Ich hoffe in meiner neuen Bleibe habe ich besseres Internet, denn dann würde ich mich hier auch öfter melden.

Bis demnächst!