#12 – Fraser Island 

Die erste von den zwei Touren ist jetzt schon vorbei und morgen geht die zweite auch schon los. 5 Tage bin ich nun schon in Airlie Beach und nun konnte ich mich endlich dazu aufraffen den Eintrag über Fraser Island zu verfassen. Man ist hier viel zu beschäftigt mit dem Nichtstun am Strand.

3 Tage war ich also auf der größten Sandinsel der Welt. Das Geld war es auf jeden Fall wert, so viel kann ich schon mal sagen. Früh morgens um 8 ging es dann also mit 4 verschiedenen Allradwagen los. Mit 11 Leuten inklusive Fahrer haben wir uns also in ein Fahrzeug reingequetscht. Mit meinen langen Beinen war das auf Dauer dann nicht ganz so angenehm, aber das gehörte einfach dazu. Mit der Fähre fuhren wir dann innerhalb von 10-15 Minuten zur Insel. Der lange Strand dort wird tatsächlich wie eine Straße benutzt. Sogar Straßenschilder gibt’s dort.

Es war schon ein echt tolles Gefühl über den Sand zu fahren und solch eine Aussicht zu haben. Leider durfte ich selbst noch nicht fahren, das ist erst mit 21 Jahren möglich. Viele andere auf der Tour hatten das Vergnügen. Muss echt einen riesen Spaß machen so richtig Offroad zu fahren.

Am ersten Tag haben wir 2 Sehenswürdigkeiten der Insel besucht. Die erste war „Lake Mckenzie“, ein riesiger Süßwassersee mitten in der Insel. Er besteht eigentlich nur aus Regenwasser, deshalb ist er auch so klar und sauber. Dadurch das der See nicht gereinigt wird, wurde uns gesagt das wir uns erst nach dem baden eincremen sollen, da sich sonst ein dicker Film auf der Oberfläche des Sees ansammeln würde. (Der Film entsteht logischerweise erst wenn sich jeder eingecremt in den See begeben würde). Auf jeden Fall war der See wie ein Paradies. Ich habe noch nie so klares und blaues Wasser gesehen. Alleine dieser See war die Tour schon wert.

Die zweite Sehenswürdigkeit war ein Schiffwrack, welches schon viele viele Jahre an der Küste ist. Es ist nur zu bestimmten Zeiten zu besichtigen, da es sonst gefährlich wird wenn die Flut eintritt. Abropo Flut. Ins Meer zu gehen ist auf Fraser Island strengstens verboten, da es dort so einiges gibt was einen töten kann. Tigerhaie, Quallen und extreme Strömungen. Aber das reicht ja auch schon um zu wissen nicht ins Meer gehen zu wollen 😀

Nach dem Schiffwrack sind wir dann in unser Camp gefahren und haben unsere Zelte schlaffähig gemacht. Echt ein geiles Camp. Sogar fließendes Wasser gab es. Ich habe echt gedacht das wird man richtiges Campen ohne all das was man auf dem Festland so gewohnt ist. Aber selbst dort gibt es so gut wie alles was man auch im Rest Australiens hat. Fand ich ein bisschen schade, aber die wollen es einem halt echt sehr komfortabel machen.

Am nächsten Tag ging es zu den „Champagner Pools“, welche so heißen, weil riesige Wellen gegen die Felsen schlagen und das Wasser dann so aufgesprudelt wird, das es so aussieht als wäre es Schaum. Fand ich persönlich jetzt nicht soooo beeindruckend, aber schön anzusehen war es trotzdem. Da hat mir der nächste Stopp dann doch deutlich besser gefallen.

„Indian Head“ war also das nächste. Ein relativ hoch gelegener Punkt der Insel und sehr weit nördlich. Ich glaube das ist der letzte Punkt des ellenlangen Strandes auf der östlichen Seite der Insel. Von dort oben hatte man einen traumhaften Ausblick in Richtung Norden und Süden der Insel. Außerdem konnte man wenn man dort oben ist entweder Haie, Quallen oder Schildkröten sehen. Auch wieder dem klaren Wasser zu danken. Ich konnte ein paar Rochen sehen und eine Meeresschildkröte. Sah wirklich toll von dort oben aus. Man sollte aber nicht zu weit nach vorne gehen, denn da geht’s echt sehr sehr tief runter.

Letzter Stopp am zweiten Tag war der „Eli Creek“. Ein wunderschöner Quellfluss. Dort konnte man sich mit Schwimmreifen ganz langsam von der Strömung herunter treiben lassen. Echt ein Naturparadies. Leider ist es nach Lake Mckenzie eine der Hauptattraktion der Insel, vor allem für Kinder. Durch die vielen Menschen hat es dann leider nicht ganz so paradiesisch gewirkt. Dennoch war es sehr schön.

Außerdem war unsere Gruppe an diesem Tag dran mit kochen. (Es gab 4 Gruppen, wegen den 4 Autos). Spaghetti Bolognese stand auf dem Plan. Letztendlich hat es sehr gut geschmeckt, aber ihr könnt euch nicht vorstellen was das für ein Chaos war. Unser Tourguide meinte am nächsten Morgen auch „Thank you for the meal yesterday Group 1, you killed it! „ Also so schlecht kanns ja dann nicht geschmeckt haben.

Am letzten Tag klingelte der Wecker um 5 Uhr. Die Sonne heizt den Sand auf der Insel immer so extrem auf, sodass es ab frühem Mittag kaum auszuhalten ist darauf zu laufen. Selbst mit Flip Flops verbrennt man sich fast die Latschen. Wir hatten einen langen Fußmarsch vor uns, deshalb auch das frühe aufstehen.

Wir marschierten also 30-45 Minuten zu einem riesigen Feld von Sanddünen und einem direkt daran angrenzenden See. Dort verbrachten wir einige Zeit bis wir uns dann auf den Heimweg aufmachten.

Aber wie auch hier wieder können meine Worte meine ganzen Eindrücke nicht genug in Worte fassen. Schaut euch die Bilder an, dann könnt ihr euch das alles ein bisschen besser vorstellen 🙂

So sah das dann aus dem Rückfenster aus als wir über den Sand geheizt sind

So sah das dann aus dem Rückfenster aus als wir über den Sand geheizt sind.

Zusammengequetscht mit schwizenden Leuten, ich bin hinten mit der roten Kappe

Zusammengequetscht mit schwizenden Leuten, ich bin hinten mit der roten Kappe.

Das waren alle 4 Autos der Gruppe

Das waren alle 4 Autos der Gruppe, in dem ganz rechts saß ich.

Unser Camp, rechts die Zelte, links die Küche mit Sitzmöglichkeiten

Unser Camp, rechts die Zelte, links die Küche mit Sitzmöglichkeiten.

So habe ich dann dort meine Nächte verbracht

So habe ich dann dort meine Nächte verbracht.

Dies Skorpion habe ich am ersten Abend auf keinem Zelt entdeckt. Das hat mir ziemlich Respekt eingeflöst

Diesen Skorpion habe ich am ersten Abend auf meinem Zelt entdeckt. Das hat mir ziemlich Respekt eingelöst.

Lake Mckenzie wie er leibt und lebt

Lake Mckenzie wie er leibt und lebt.

Ich im saubersten natürlichen Wasser, in dem ich wohl jemals geschwommen bin

Ich im saubersten natürlichen Wasser, in dem ich wohl jemals geschwommen bin.

Hier sieht man ein bisschen besser wie groß der See eigentlich ist

Hier sieht man ein bisschen besser wie groß der See eigentlich ist.

Solche Bäume hat man öfter im Jungle der Insel gesehen. Das was auf dem Baum zu sehen ist, ist ein riesiger Parasit

Solche Bäume hat man öfter im Jungle der Insel gesehen. Das was auf dem Baum zu sehen ist, ist ein riesiger Parasit mit Wurzeln.

Das Schiffwrack direkt am Meer

Das Schiffwrack direkt am Meer.

Nochmals das Wrack

Nochmals das Wrack.

Das sind die Champagner Pools. Eigentlich war es ein einziger großer Pool. Auf dem Bild kann man den Schaum ein wenig erkennen

Das sind die Champagner Pools. Eigentlich war es ein einziger großer Pool. Auf dem Bild kann man den Schaum ein wenig erkennen.

Die Aussicht Richtung Norden vom Indians Head

Die Aussicht Richtung Norden vom Indians Head.

Das war die Klippe vom Indians Head. Dort wurden wohl damals Aborigines von den Weißen heruntergekommen. Ziemlich assozial. In dem türkisfarbenen Wasser konnte man die Schildkröte ab und zu sehen.

Das war die Klippe vom Indians Head. Dort wurden wohl damals Aborigines von den Weißen heruntergeworfen. Ziemlich assozial.
In dem türkisfarbenen Wasser konnte man die Schildkröte ab und zu sehen.

So sahen alle Wege auf der Insel aus. Alles war aus Sand. Ein bisschen unwirklich.

So sahen alle Wege auf der Insel aus. Alles war aus Sand. Ein bisschen unwirklich.

Das waren die Sanddünen mitten auf der Insel. Links erkennt man den See

Das waren die Sanddünen mitten auf der Insel. Links erkennt man den See.

Hier nochmal der See. Nicht zu vergleichen mit Lake Mckenzie, aber dennoch traumhaft.

Hier nochmal der See. Nicht zu vergleichen mit Lake Mckenzie, aber dennoch traumhaft.

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