#6 – Sydney Part 5 / Chillen und Krankenhaus

Hallo Zusammen.

Dies ist wohl der letzte Beitrag aus Sydney. Heute geht die Reise für mich und Silas weiter. Wir fahren mit dem Bus in Richtung Norden nach Newcastle. Wir werden ab jetzt die Ostküste hochreisen. Natürlich versuchen wir die schönsten Orte der Ostküste abzuklappern und nichts auszulassen. Unser „HopOn HopOff Ticket“ ermöglicht es uns so oft wir wollen ein und auszusteigen, jedoch nur in Richtung Cairns. Dies wird wohl auch unsere Endstation sein was die Ostküste angeht. Wann wir diese erreichen werden steht allerdings in den Sternen. Mal sehen.

In der letzten Woche ist einiges passiert. Vorletzten Sonntag war ich mit Silas und Hans erneut im Ku Ring Gai Chase Nationalpark. Diesmal allerdings richtig. Wir sind zu einer Bucht gewandert, auch „Jerusalem Bay“ genannt. Dabei handelt es sich um eine Bucht wie sie im Buche steht. Es war wie im Paradies. Das wird wohl der schönste Ort sein an dem ich jemals geschwommen bin.

"Jerusalem-Bay", genau da drin war ich schwimmen

„Jerusalem-Bay“, genau da drin war ich schwimmen

Dienstags bin ich mit Vincent, Silas und Falk in einen Club um die Ecke feiern gegangen. Das Hostel bekommt immer Eintrittskarten mit Freigetränken. Somit mussten wir überhaupt nichts bezahlen an dem Abend, wirklich cool. Genau an diesem Abend war in dem Club „Silent Disco“. Ich hatte keine Ahnung was das ist bis ich dann drin war. Am Eingang wurden uns Kopfhörer in die Hand gedrückt. Dann habe ich das ganze verstanden. Anfangs dachte ich mir nur was ist das denn für ein Scheiß aber nach einer gewissen Zeit und einem gewissen Pegel hat das ganze sehr viel Spaß gemacht. Vorallem weil man zwischen 3 Musikgenres umschalten konnte. Das heißt wenn alle im Club plötzlich Rot leuchtende Kopfhörer hatten, haben alle zum roten Channel umgeschaltet. Hat man die Kopfhörer mal abgezogen, hat man nur laut mitsingende Menschen gehört, allerdings ohne die dazugehörige Musik. Witzige Erfahrung.

Am Donnerstag habe ich auch eine ganz neue, dennoch unschöne Erfahrung gemacht. Ich war im Krankenhaus.

Eigentlich wollten wir am Donnerstag wieder feiern gehen, doch für mich blieb es nur beim Vorglühen. Meine Freunde warteten unten auf mich während ich mir im Zimmer noch etwas anderes anziehen wollte. Plötzlich verspürte ich ein starkes ziehen in der unteren Brustregion. Sodbrennen hatte ich schon öfter, deshalb habe ich auch ein paar Mittel dagegen dabei. Doch diese wirkten nicht und es verschlimmerte sich so sehr, sodass ich mich alleine vor Schmerzen im Hostelzimmer hin und herwarf. Meine Freunde waren leider schon weg. Ich bekam Schweißausbrüche und musste mich fast übergeben. Selbst auf den widerlichen Toiletten im Hostel habe ich mich vor Schmerzen auf dem Boden zusammengekauert. Irgendwann wussste ich, es geht nicht anders. Solche Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben. Ich muss den Krankenwagen rufen. Zum Glück war ich dazu noch im Stande und er kam auch sehr schnell. Mit angetrunkenem Englisch versuchte ich der Dame im Krankenwagen also zu erklären was für ein Problem ich habe. Dies ging dann doch erstaunlich gut und sie wusste was zu tun ist.

Im Sydney Hospital wurde ich dann aufgenommen und ein Arzt hat mich betreut. Mir wurden Schmerzmittel verabreicht und dann ging es mir nach 1-2 Stunden schon viel besser. Am nächsten Tag hat sich meine Speiseröhre wirklich so angefühlt als wäre sie am unteren Teil ein wenig verätz. Wirklich nicht sehr angenehm. In Deutschland war ich noch nie in meinem Leben in einem Krankenhaus, geschweigedenn in einem Krankenwagen. Was man nicht alles in Sydney erlebt… Jetzt kann ich wenigstens sagen, dass ich schon im ältesten Krankenhaus Australiens war.

Freitags ist dann noch ein Freund aus Heppenheim hier angekommen. Jan. Mit ihm und den anderen habe ich dann eigentlich das ganze Wochenende meine Zeit verbracht.

Gestern war ich mit Silas, Jan und Hans in dem wohl schönsten Fitness-Studio in dem ich jemals war. Ich war zwar noch nicht in vielen aber es ist ganz sicher das mit der schönsten Aussicht. Sport machen und dabei auf die HarbourBridge und das OperaHouse blicken zu können, das hatte schon was.

Der Blick aus dem Fitnes-Studio

Der Blick aus dem Fitnes-Studio

Das wars dann auch wieder. Das nächste mal werdet ihr wohl aus Newcastle von mir hören. Oder dem nächsten Ort, kommt ganz auf das Internet an.

Bis dann!

2 thoughts on “#6 – Sydney Part 5 / Chillen und Krankenhaus

  1. Susanne Reich says:

    Lieber Max, ich bin nicht scharf darauf, dass du irgendwelche Erlebnisse im zweitältesten oder drittältesten Krankenhaus Australiens hast, das Eine reicht völlig aus, du kannst bestimmt viel interessantere Dinge erleben
    In dieser Bucht wäre ich auch gerne geschwommen!

    • Maximilian says:

      Erlebnisse macht man nun mal leider… Ob schlechte oder gute kann man manchmal nur leider nicht beeinflussen.
      Hätte dir bestimmt gefallen! 🙂

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