Links Ich, MItte Silas, Rechts Falk

#4 – Sydney Part 3 / Arbeit

Jetzt ist erneut über eine Woche vergangen. Kaum zu glauben wie die Zeit rast.

In diesem Eintrag werde ich eigentlich nur über meine Arbeit reden da ich eigentlich momentan nichts anderes mache. Am Montag ging es also mit der Arbeit richtig los. Mein Chef schrieb mir ich solle morgens um 9 Uhr im Moore Park sein. Als ich dann dort war stellte sich heraus, dass es sich um die Fox Studios Australia handelt. Ich musste mit Silas, Falk, Clement, Paul und Jonathan ein 15x8m Zelt in der Schräge aufbauen. Clement ist ein Franzose, Paul Australier und bei Jonathan handelt sich um meinen Supervisor. Silas und Falk hatte ich ja das letzte Mal schon erwähnt.

Ich habe keinen Schimmer wofür die Studios dieses Zelt gebraucht haben.

Bei den Fox Studios Australia

Bei den Fox Studios Australia

Wir haben für so ein blödes Zelt einfach 9 Stunden gebraucht. Alles musste gerade und windfest sein. Unter windfest versteht Jonathan 100Kg schwere Betonklötze. Davon nicht nur 4 sondern 20-30 Stück. Wir hatten schon Mühe diese Brocken zu zweit zu heben. Jonathan und Paul nehmen diese Klötze einfach alleine auf die Schulter als wäre es nichts. Ich habe noch nie solche Ochsen gesehen. Selbst die krassesten Leute im Fitnesstudio können da nicht mithalten. Sie haben uns deshalb auch gerne mit „Ladies“ angesprochen. Es war aber mal sehr interessant zu sehen wie aufwändig es eigentlich ist so ein Zelt aufzubauen. Das sieht so simpel aus mit den paar Stangen und Seitenteilen aber das ist wirklich eine Herausforderung.

Da haben wir erstmal den Untergrund hingelegt

Da haben wir erstmal den Untergrund gelegt…

Dann mit Wasserwaage und Holzplatten alles gerade gemacht

…dann mit Wasserwaage und Steinen alles gerade gemacht…

...Boden reingeschoben...

…Boden reingeschoben…

...am Abend stand es dann.

…am Abend stand es dann.

Am Dienstag hatte ich frei.

Mittwoch morgens um 7 Uhr ging es an den Bondi Beach. Ich habe noch nicht oft in meinem Leben gearbeitet aber ich glaube ich werde nie wieder an so einem schönen Ort mit so einer Aussicht arbeiten. Ich und meine Kollegen mussten eigentlich genau so ein Zelt wie vom Montag aufbauen. Der Haken daran war nur das wir dieses ganze Zelt mit seinen Einzelteilen 6 Treppen runterschleppen durften. Es führte leider kein anderer Weg zu dieser Fläche. Das Zelt war übrigens für die Vorpremiere des XBOX Spiels Gears of War 4 falls es jemanden interessiert. Was für ein Aufwand betrieben wird um so ein Spiel vorzustellen, unglaublich. Wenn das für ein paar Tage gewesen wäre, ok. Aber wir mussten das alles am gleichen Abend wieder abbauen. Somit waren wir um 3 Uhr Nachts im Bett, man muss dazu sagen es sind nicht mehr alle Busse gefahren. Trotzdem ein langer harter Arbeitstag wenn man die Nacht davor nicht schlafen konnte.

Da müsste das Zelt hin

Da musste das Zelt hin

Ausblick vom Arbeitsplatz 1

Ausblick vom Arbeitsplatz 1

Ausblick vom Arbeitsplatz 2

Ausblick vom Arbeitsplatz 2

Als das Zelt stand, konnten auch die Techniker mit den Konsolen und Flatscreens anrücken

Als das Zelt stand, konnten auch die Techniker mit den Konsolen und Flatscreens anrücken

Nochmal von oben

Nochmal von oben

Ich bei der Arbeit :-D SIcherheitsschue und Neonshirt sind leider Pflicht

Ich bei der Arbeit 😀 Sicherheitsschuhe und Neonshirt sind leider Pflicht

Am Donnerstag musste ich mit Silas und Falk um 12 Uhr in einem anderen Park Sydneys anrücken. Mein Arbeitgeber ( Pages Event Hire ) war verantwortlich für alle Zelte, Tische, Stühle und Couchen beim „Listen Out Festival“. Somit durfte ich mit Falk schleppen schleppen und nochmal schleppen. 6 Stunden nur Tische und Stühle schleppen. Wir haben somit den beschissensten Job erwischt. Die anderen durften die Zelte aufbauen. Naja wir hatten die Hoffnung am nächsten Tag was anderes machen zu dürfen.

Freitag morgens um 7 Uhr standen wir dort wieder auf der Matte. 3 Mal dürft ihr raten was ich und Falk machen durften. Richtig. Schleppen. Diesmal waren es immerhin nur 5 Stunden. Trotzdem zu viel. Jetzt weiß ich wenigstens mal was körperlich harte Arbeit bedeutet.

Das schlimmste an diesem ganzen Festival war nicht das 11 Stunden Schleppen, sondern zu wissen das all diese ganzen Zelte, Stühle und Tische am Sonntag weg müssen. Das Festival findet am heutigen Samstag statt. Und es ist nur für 9 Stunden. All dieser Aufwand für nur 9 Stunden Festival. Da haben mir wirklich die Worte gefehlt. Das ganze Festival mit Bühne, Zelten usw., wurde in 4 Tagen aufgebaut. Und all das muss am morgigen Sonntag weg. Alle Supervisor haben uns schon gesagt das wird die Hölle. Wenn ich und Falk wieder als die einzigen diesen scheiß Job erwischen dann schmeiß ich denen das ganze Zeug um die Ohren. Ich kann keine Tische und Stühle mehr sehen, das könnt ihr mir aber glauben. Ach und die Kisten habe ich ganz vergessen. 500 Kisten durften wir auch noch schleppen. Fitnessstudio brauch man da wirklich nicht mehr.

Die Location des Festivals...

Die Location des Festivals…

...alle weißen Zelte im Hintergrund sind von Pages.

…alle weißen Zelte im Hintergrund sind von Pages.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Arbeit geben, die ich momentan ausübe und für die nächsten 3 Wochen noch ausüben werde.

Bei 38 Stunden Arbeit in 4 Tagen kommt aber zum Glück ein bisschen was an Geld zusammen.

Bis demnächst!

Die Harbour Bridge mal von der anderen Seite

#3 – Sydney Part 2

Jetzt ist über eine Woche vergangen und es ist viel passiert. Die Pläne haben sich erneut geändert aber das wird wohl noch häufiger passieren denke ich.

Letzten Freitag war ich das erste mal feiern und da habe ich auch ein komisches aber witziges Erlebnis gehabt. So etwas passiert einem denke ich wenn überhaupt nur einmal wenn man in Sydney ist. Betrunken wie ich und Silas waren, lernten wir ganz zufällig auf der Straße einen Australier kennen, welcher uns dann so nett wie er war in sein Apartment über dem Hyde Park eingeladen hat. Somit schlürften wir im 18. Stock gemütlich einen 300 Dollar Wein und hatten einen schönen Abend mit einem sehr sehr reichen Australier. Was man nicht alles in Australien erlebt…Dabei bin ich doch erst 2 Wochen hier.

Ich habe nun einen Job in Sydney und werde heute Abend dort anfangen. Es handelt sich um eine Firma, welche für Events zuständig ist. Ich werde wohl Events in Sydney auf beziehungsweise auch abbauen. Der erste Arbeitstag wird eine Nachtschicht sein, welche heute Abend um 11 beginnt. Mal sehen. Den Job hat uns übrigens unser neuer Zimmerkollege Falk verklickert.

Aber bevor ich das Jobinterview hatte war ich mit Silas in den Blue Mountains. Dabei handelt es sich um einen riesigen Nationalpark 2 Stunden außerhalb von Sydney. Es war wirklich wunderschön dort und zum Glück haben wir gutes Wetter erwischt. Man konnte Kakadus durch die Gegend fliegen sehen und hatte einfach eine fantastische Aussicht. Also wenn einer von euch mal nach Sydney kommt, dann macht das auf jeden Fall!!! Aber zieht euch warm an, denn da oben sind es nur 10-15 Grad.

Man kann sogar den Blauen Nebel ein bisschen erkennen

Man kann sogar den Blauen Nebel ein bisschen erkennen

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in den Blue Mountains

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in den Blue Mountains, die Three Sisters

Schon ein bisschen wie im Jungle

Schon ein bisschen wie im Jungle

Aus einer anderen Perspektive

Andere Perspektive

An einem anderen Tag war Ich mit Silas, Hans und Pedro (zwei aus meinem Hostel) am Darling Harbour. Dort gab es wie jeden Samstag Abend ein großes Feuerwerk. Falls ihr richtig gute Bilder von dem Feuerwerk sehen wollt, dann schaut mal auf Hans Blog vorbei. –> http://Www.ayearabroad.net

Sonntags war ich mit Silas und Nikolas (meinem anderen Zimmerkollegen) mitten in der Innenstadt unterwegs. Das war somit der einzige schöne Tag in der letzten Woche was das Wetter angeht.

Gestern war ich mit Silas, Falk und Juuso (ein Finne und Freund von Falk) am Bondi Beach und wir haben einen 6 Kilometer Coastal Walk gemacht. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und es regnete die ganze Zeit. Wir haben auch leider nur 3/4 des Walks geschafft, da plötzlich Falks Boss anrief und ihn fragte ob er nicht um 5 arbeiten könne. Er sagte natürlich zu ohne auf die Uhr zu schauen. Es war schon kurz vor 4 und wir waren am anderen Ende von Sydney. Somit sind wir schnurstracks in unser Hostel gedüst damit er noch halbwegs pünktlich zur Arbeit kommt. Falks Boss ist übrigens auch Silas und mein Boss aber wir müssen ja jetzt heute Abend um 11 ran…Ich bin wirklich sehr gespannt. Nichts desto trotz war der Walk auch bis zu 3/4 richtig schön und ich kann es jedem empfehlen. Bondi to Coogee Walk heißt der Weg übrigens.

Also wenn der Job gut verläuft und Ich dadurch gutes Geld verdienen kann, dann bleibe ich hier in Sydney wohl noch 4-5 Wochen. Wenn sich der Job nicht lohnt oder ich nur ausgebäutet werde, dann reise ich die Ostküte weiter nach oben. Aber das lasse ich euch natürlich wissen 🙂

Ich vor der Harbour Bridge und dem Opra House

#2 – Sydney

Sicher in Sydney angekommen geht’s jetzt eigentlich erst richtig los! Simkarte ist gekauft und Steuernummer sowie Bankaccount sind auf dem Weg.

Ich bin jetzt 4 Tage hier und mich hat die Stadt schon am ersten Tag von den Socken gehauen. Opera House, Harbour Bridge und Bondi Beach waren so die größten „Sehenswürdigkeiten“, die ich mir bis jetzt angesehen habe. Da fehlt aber noch einiges und man weiß gar nicht wo man weiter machen soll.

Ich vor der Skyline Sydneys

Ich vor der Skyline Sydneys

Das ist auch momentan das Hauptproblem. Ich und Silas ( ein guter Freund, der mit mir zusammen reist), wissen nicht was wir nach Sydney machen sollen. Es gibt so viel zu sehen und man kann sich einfach nicht entscheiden in welche Richtung man gehen soll. Momentan tendieren wir dazu an die Westküste nach Perth zu fliegen und uns dort irgendein Farmjob rauszusuchen (vorausgesetzt es gibt genügend). Nach Autos wird auch schon fleißig gesucht, denn wenn man da was gescheites ergattert spart man im Nachhinein extrem viele Kosten (Unterkunft, Öffentliche Verkehrsmittel). Man darf sich nur keinen Schrott andrehen lassen aber das wird wie alles hier ganz spontan 🙂

Panorama von Sydney

Panorama von Sydney

Das Hostel in dem ich für die 9 Tage untergebracht bin liegt komplett zentral und man kann alles ganz easy erreichen. Das Öffentliche Verkehrsnetz ist dermaßen einfach gestaltet, sodass es einem 3 Jährigen möglich wäre hier von A nach B zu kommen.

An das Hostelleben muss ich mich erst noch gewöhnen, mit so vielen Leuten in der Küche zu stehen und sich das Zimmer mit anderen Menschen zu teilen. Aber es ist auf jeden Fall etwas besonderes!

Ich am Bondi Beach

Ich am Bondi Beach

Nach 4 Tagen Sydney weiß ich aber mit Sicherheit schon, dass ich es jedem nur Empfehlen kann 1 mal in seinem Leben hier her zu kommen. Es liegt zwar wirklich am A**** der Welt aber das muss man wirklich mal erlebt haben. Diese Aussicht von den Royal Botanic Gardens auf das Opera House und die Harbourbridge ist atemberaubend. Da könnte man bei schönem Wetter den ganzen Tag lang drauf glotzen.

Der Bondi Beach

Der Bondi Beach

Was auf jeden Fall noch gemacht wird sind die Blue Mountains und ein paar andere Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Davon werde ich bestimmt auch noch berichten!

Ich musste jetzt in die Library um die Ecke flüchten um dort gescheites WLAN zu ergattern, denn das im Hostel ist leider miserabel.

Bis zum nächsten Blogeintrag!